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Forschungsrahmen

Überschuldung - Ein Rahmenmodell ursächlicher Faktoren

Die Ursachen von Überschuldung sind vielschichtig und komplex und können in unterschiedliche Kategorien zusammengefasst werden.

Rahmenmodell ursächlicher Faktoren von Überschuldung

Rahmenmodell ursächlicher Faktoren von Überschuldung

 

 

Generell können insbesondere kritische Lebensereignisse, die zu erhöhten Ausgaben oder Einkommenseinbrüchen führen, stark zur Überschuldung beitragen. So sind Arbeitslosigkeit, Scheidung, Krankheit oder Unfälle häufige und wenig zu kontrollierende situative Auslöser und Ursachen von Überschulung (z.B. Iff Überschuldungsreport; Schuldneratlas 2010). Daneben stehen andere beständige situative Faktoren die das Überschuldungsrisiko senken, wie z.B. finanzielle Rücklagen oder sozialer Rückhalt. Neben diesen wichtigen situativen Überschuldungsfaktoren zeigt sich jedoch auch das Überschuldung mit psychologischen Faktoren assoziiert ist, die sich in angemessenen oder kritischen Verhalten in Finanz- und Konsumsituationen ausdrücken (z.B. Lea et al., 1995; Livingstone & Lunt, 1993). Diese psychologischen Faktoren sind am ehesten veränderbar und vom Individuum zu kontrollieren. Entsprechend zeigt sich die Dringlichkeit der tiefergehenden Erforschung psychologischer Faktoren der Überschuldungstendenz, um Ansatzpunkte für die Ableitung präventiver Maßnahmen und Programme auf der Ebene einzelner Individuen zu liefern. Die verfügbaren Statistiken deuten darauf hin, dass insbesondere bei Jugendlichen beeinflussbare Faktoren assoziiert mit dem eigenen Finanz- und Konsumverhalten eine zentrale und im Vergleich zur Erwachsenproblematik weit überproportionale Rolle bei der Entstehung von Überschuldung spielen (Schuldneratlas, 2010; Lange, 2002). Deshalb setzt das Präventionsprogramm „START FREI!“ insbesondere an diesen Faktoren an.

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